Was war, was ist

Was war: Hier ist nichts auszurichten, nicht durch Begabung, nicht durch Mitgift, nicht durch erworbenes Wissen. Die schneidige Biografie hat kein Gewicht, die durch intellektuelle Kämpfe erlittenen Narben sind unsichtbar, und niemand fragt nach medialer Kompetenz. Das Netzwerk, das man knüpfte, das einen definiert wie man es definierte, die verstrickten Geschicke, die Freundschaften, der Hass, die Gleichgültigkeit: verglommen. Die pompösen wie wehleidigen Aspekte des prallen, ja wie ein Popanz kultivierten seelischen Lebens, die sich Schicht um Schicht um das innere Kind gelegt haben wie Speckgürtel; sie sind längst abgefallen. Auf sieben magere Jahre folgen sieben magere Jahre. Wer hat, dem wird gegeben, aber was ist, wenn es nie etwas war? Die Erwartungen an sich selbst, das vorgestellte Potential, die noch zu gehenden Wege: Hier sind sie nichts. Der Besitz, die kleinen und die großen Dinge, an denen man hängt, für die man Berge verrückt hat: Zu Staub zerfallen. Dieser Charakter, der sich konturierte, den man schliff, damit das pralle Verlangen nicht obszön hervor lugte, von dem man wünschte, dass er gemocht werden könnte, ohne zu verbergen, dass er standhaft war: Hier hat er kein Gewicht. Die Selbstbilder von Ehrlichkeit, Ritterlichkeit, Idealismus: Was man für gut befand; hier zählt nicht, was man dachte, fühlte, wollte.

Hier besteht nur, was gegenwärtig ist, und es ist nur, was ist. Alle Schalen, alle Kleider, alles Ausgedachte, Vorgestellte, Erträumte, Identifizierte ist hier Schatten und daher nichts.

Was ist: Die goldene, wogende Fülle des reifen Weizenfelds, in dem der Wind spielt. Das kühle, widerstehende Grün des sich aufragenden Roggens. Ein stetes Rauschen in den Platanen. Das nervöse Schütteln eines Pferdeschweifs. Ein noch nie so wahrgenommener, wohlig- reifer Geruch im feuchten Schatten dicht stehender Bäume. Ein Empfinden, am Herzschlag des Seins, mit ihm und in ihm zu sein: Ein unaussprechlich großzügiges Geschenk, das sich in Fülle ausspricht. Hiermit bin ich für immer verbunden, wenn auch nicht in dieser Art und Form. Ich werde mich immer erinnern an den Geruch dieser Erde an diesem Tag. Und wenn ich es nicht mehr erinnern kann, werde ich mich danach sehnen- so sehr, dass es mich wieder in die Formen zieht. So wie der Weizen, wie die Bewegung des Schweifs, das singende Rauschen dieses Windes. Dass es sein kann, wie es ist: Darin spricht sich ein Augenblick aus. Er verwirklicht sich in diesem Geruch und in dieser Geste. Dass ich die Fülle, die Schönheit und Vollendung entgegen nehmen darf, dass ich nichts dazu beitrage, nur partizipiere; dass die Formen sich ausgesprochen haben wie der Traum des weiten bestirnten Himmels: Hier bin ich wach. Schau und sieh.

"Erstreben nichts - nur friedsam ruhig sein,
Der Seele Innenwesen ganz Erwartung."

(R. Steiner, Die Geheimnisse der Schwelle, GA 147, S. 78)

Kommentare

  1. Eine Textperle. Für selbige gilt mir ebenso: "Schau und sieh". Danke - B.

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    1. Wunderschön...für mich gerade, auch eine Verheißung...
      danke :)

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    2. Vielen Dank! Das war mir buchstäblich ein Vergnügen.

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    3. „Schau und sieh:“ Diese Aussage der nachfolgenden wahren Geschichte vorangestellt, was wollte uns Rudolf Steiner durch diese Lebensepisode aufzeigen?

      Einmal stand Rudolf Steiner in seiner Wohnung und nahm ein Paket entgegen. Das Paket kam von der Druckerei. Er ging mit dem Paket in sein Zimmer und öffnete es. Mit ihm standen einige Damen in dem Zimmer. In dem Paket war ein Buch. Es war eine weitere Neuauflage seiner „Philosophie der Freiheit“.
      Steiner nahm das Buch heraus und öffnete es. Keine einzige Seite war bedruckt. Er blätterte es langsam und andächtig durch. Fast 300 leere Seiten. Kein Buchstabe. Nichts. Leere. Weiss.

      Steiner hörte nicht auf in dem Buch zu blättern. Dann sagte er: „So sieht die wahre Philosophie der Freiheit aus. Ja, im Grunde müsste ich so die Philosophie der Freiheit schreiben.“

      Die umstehenden Damen lachten und kicherten.

      Da hob Rudolf Steiner das Buch in die Höhe und schleuderte es mit ungeheurer Kraft zu Boden. Dann schrie er so laut, wie die Damen ihn noch nie hatten schreien hören: „Das meine ich absolut ernst. Das ist die wahre Philosophie der Freiheit und sonst nichts!“

      Er dreht sich um, ging an den entsetzten Damen vorbei, öffnete die Tür, ging hinaus und schlug die Tür mit einem lauten Knall zu.

      NICHTS

      "Der Mensch muss seine ganze Kraft
      aus dem Nichts heraus finden."
      (Rudolf Steiner)

      (Zu lesen auf dem Blog von Sebastian Gronbach: „missionmensch“ am 30.08.2009 unter dem Titel: "Die wahre Philosophie der Freiheit")

      Schau hin und sieh. Das Wesentliche, liegt es nicht im weissen Hintergrund zwischen den Zeilen des Gesagten? Dort wo die weisse Rose aufblühen kann? Die weisse Rose als leise Mahnung wider die Hartnäckigkeit eigenen Vermeinens? Die weisse Rose, die an der Schwelle zwischen Diktatur des Geistes und Selbsterkenntnis des Geistes aufblüht … für den, der tiefer hinschauen will. … Was alles andere als leicht, heute jedoch möglicher als vor 100 Jahren ist. Deine Zeilen zeigen es, Michael. Danke.

      Bernhard Albrecht

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    4. @ Bernhard Albrecht
      Das ist eine schöne Geschichte über Steiner und seine PhdF, ich habe sie allerdings noch nie vorher gehört (bei missionmensch keine Quellenangaben).

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    5. @ Rainer

      Wenn Du auf Sebastians Blog gehst und dort 2009 anklickst, dann findest Du sie unter dem angegebenen Datum. Missionmensch ist bis einschliesslich 2009 noch mit seinem Blog verlinkt.

      Bernhard Albrecht

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    6. @ Rainer
      Und was die Quelle betrifft, die bei Missionmensch nicht angegeben ist: In meinem Nachsinnen flackert so etwas wie eine mindestens 30jährige Erinnerung. Ich kann sie aber nicht mehr konkretisieren.
      Bernhard Albrecht

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    7. Sehr schön, zeigt es doch das eigentliche Wesen der Freiheit auf.
      Der Freiheit, die nur sein kann, wenn sie entweder aus dem Nichts entsteht, oder aber völlig frei auf bereits vorhandenem Geistigen aufbaut, dort anknüpft und dieses weiterführt.

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    8. @ anonym 21.6.17, 08:59

      Ich gehe einmal davon aus, dass Sie wissen, was Sie, indem Sie mich ansprechen, im gleichen Atemzug sich selbst dabei zusprechen.
      Denn, ich kann an nichts anknüpfen, es sei denn ich scheue mich nicht immer wieder auf ein Neues meine eigenen Denkbretter, d.h. Vorstellungsverkrustungen ins Auge zu nehmen, dahinter, bzw. dazwischen die weissen „fliessenden Freiheitsräume“ aus der seelischen Beobachtung heraus gestaltend zu nutzen und die eigene Authentizität in dieser meiner Lebenszeit dadurch tiefer ein zu mitten.
      Authentizität. Nur was gegenwärtig geschieht ist Anknüpfung. Die Offenheit im Augenblick für den anderen Menschen. An der Supermarkt Kasse. Bei einem kurz entschlossenen die Vorfahrt einem anderen Verkehrsteilnehmer überlassen, wo ich sie hätte. Kurz, die Aufmerksamkeit in vielen „kleinen“ Begebenheiten des Alltags schlechthin. Dort geschieht in meinem Augen das eigentlich Wesentliche, werden unscheinbare Berge versetzt, weil der andere Mensch so gar nicht damit rechnet. …
      Hier hole ich einen tief depressiven Menschen aus dem Gewölk des Nichts zurück, indem ich in seiner erdrückenden Einsamkeit ein Licht entzünde, das über Stunden ein feines Lächeln in seiner Erinnerung nach sich zieht. Für mich sind solche „Zeit-Geschenke“ allemal wichtiger als einen Vortrag Rudolf Steiners zu lesen. Anthroposophie will Leben werden.
      Werter „anonym.“ Haben Sie schon einmal über den Umstand nachgedacht, dass Rudolf Steiner einen jeden seiner Vorträge in den meisten Fällen an eine zumeist handverlesene Anzahl von Menschen gerichtet hat. Dass diese Vorträge mitstenografiert und in Folge gedruckt wurden, gibt mir das schon die Berechtigung mich wie selbstverständlich darauf zu beziehen?
      Wenn Sie wollen betrachten Sie dies als Spielball, um über „Anknüpfung“ ihrerseits weiter nachzudenken.
      Ich grüsse Sie freundlich,

      Bernhard Albrecht

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    9. Nun, da ergibt sich doch tatsächlich aus einer Anknüpfung eine weitere Anknüpfung. Die Aufmerksamkeit kann, wie mir zum tausendsten Male deutlich wird, wirklich nicht weit genug gefächert werden. Und das ist gut so. Die immer und immer wieder „lächelnd“ angenommenen eigenen Unvollkommenheiten öffnen mir zu ihrer Zeit Tore in eine Geistwelt hinein und nicht der verschleierte Drang nach immer weiteren und neuen „Sensationen“ aus der Lebenswelt des Geistes heraus. Bewusstseinsseele bedeutet: Ich muss es selber tun. Niemand anderer als ich kann mir in errungener Geistesgegenwärtigkeit Tore in die Geistwelt hinein öffnen. Ich allein bin der Platzhalter meiner selbst zu gestaltenden Möglichkeiten auf diesem Felde.
      Im dritten Absatz muss es oben also ohne „Schlagloch“ wie folgt heissen: … In einem Augenblick, in dem ich kurz entschlossen die Vorfahrt einem anderen Verkehrsteilnehmer überlasse, …

      Bernhard Albrecht

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  2. Sollte das ein Ausdruck des Seelenempfindens sein, dass ein Anker in der virtuellen Welt uns nicht an Realitäten, sondern nur an ständig bedrohlich sich aufbauschende und dann wieder weghuschende Schatten bindet, immer wieder eine neue Leere hinterlassend, bedeutungslos, ja sogar hinderlich, für das eigene Werden?

    Ein Eingeständnis, dass die permanente Konfrontation mit all diesen so schwer zu fassenden schattenhaften Untermenschlichkeiten uns nicht dort hinführt, wo wir uns anfangs vorgenommen hatten anzukommen?

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    1. Warum nicht? Der Text ist angelegt wie ein Gedicht und bietet daher größtmögliche Projektionsfläche und Interpretations- Möglichkeit.

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  3. Ekstatische Beschreibung! Oder nennt man diese Präsenz ‘intuitiv‘: “Dieses Ich, dieses unmittelbare Gegenwarts-Ich, ist an den Organismus gebunden; das kann man nicht finden, wenn man aus dem Organismus herausgeht. Darauf beruht aber gerade das Vollbewußtsein dieses Ich.“ (67.350 f.)

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    1. Die Gebundenheit des Geistes an den Leib ist nur eine sensorische Zersplitterung der Aufmerksamkeit. Es ist eine Frage der Fokussierung der Aufmerksamkeit. Der Eindruck des Ekstatischen entsteht durch die lyrische Verdichtung. Eine ekstatische Methodik liegt mir fern.

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    2. Verstehe ich, ich meine nichts Visionäres oder Phantastisches, sondern eher das fokussierte Imaginative, das Steiner andeutet ‘als eine objektive Tatsächlichkeit‘ (Der übersinnliche Mensch, 67.330).

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  4. Lieber Michael,

    ganz herzlichen Dank für diesen poetischen Text.

    Er ist nicht nur „schön“, und „wahr“ - - - sondern vor allem der zweite Teil (»Was ist«) ist mir auch notwendig.
    Ich „brauche“ solche Texte, sie sind mir eine Brücke von allem (bloß) Sichtbaren zum innersten Empfinden.

    Zwar sind mir auch Empfindungen, wie Du sie in »Was ist« schilderst, wohlvertraut - - - aber niemals knüpfen sie sich in mir an Dinge, die ich sehen kann. Sie entstehen in mir vor allem durch Klänge – Naturlaute, den in den Zweigen rauschenden Wind, das herabfallende reife Obst, Wassergeplätscher, das Singen der Sense; noch sehr viel stärker wirkt auf mich der Klang menschlicher Stimmen – die Sprechstimmen der Menschen, die mir nahestehen, manchmal auch, plötzlich und unerwartet, die eines vollkommen Fremden in der U-Bahn…
    Und Gesang – der Augenblick, da sich ein sprechender Mensch in einen singenden Menschen verwandelt und mir die Tränen in die Augen treibt…
    Und überhaupt Musik. Die unbeschreibliche „Inkarnation“ eines aufgeschriebenen Musikstückes, diese Verwandlung in etwas, das alle Menschen hören können...


    Dein Text macht mir wieder einmal bewußt, wie sehr ich den Klang von Worten nötig habe (es ist ein Klang, der sich mir auch schon beim Lesen vermittelt, ohne daß mein physisches Ohr ihn zu hören braucht), um intensive seelische Erlebnisse an Visuellem haben zu können.
    Erst Deine Worte machen mir das Grün des Roggens kühl und widerstehend, die Weizenfelder zu golden wogender Fülle; schon allein das Wort „Weizen“ macht etwas anderes in mir als die bloße Betrachtung eines Getreidefeldes.… und ich „sehe“ das alles vor meinem inneren Auge, sehr viel klarer und farbiger als jemals in der Natur.

    Danke.

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    1. Liebe Ingrid, Danke und ich freue mich über das Anstoßen durch meinen Text- dass Du wieder angeregt wirst, zu formulieren, wie es Dich bewegt. Während ich mehr aus dem Sehen komme, gehst Du mehr ins Lauschen. Vieles haben wir von Dir schon zur Musik gehört, weniger zu den Naturgeräuschen und zur Stimme. Ich würde mich sehr freuen, wenn der Anstoß hin zu einem neuen Text führen würde. Ich bin wiederum von Dir angestoßen, über menschliche Stimmen zu denken, hinzuhorchen, zu lauschen und zu erwägen..

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    2. @ Ingrid

      „Ich „brauche“ solche Texte, sie sind mir eine Brücke von allem (bloß) Sichtbaren zum innersten Empfinden.“

      Empfindungen als Brücke, als Ausdruck von Unmittelbarkeit im Gewahren (und nicht als Begleitstrom irgendwelcher leibgebundener Begehrlichkeiten). Empfindung somit als Ausdruck von Zurückdrängung des Leibes. Empfindung als Filter von (zunächst unsichtbaren) Klang und Licht Bewegungen des ätherischen Umraumes. Empfindung als erstes Eintrittstor geistiger Entitäten in den Erden-Lebensraum. Empfindung als eine erste Erfahrung spezifischer Leibfreiheit durch Zurückdrängung des Leibes vermittels der Aufmerksamkeit-Intensität oder Unmittelbarkeit im Gewahren. Empfindung als Ausdruck von Verbundenheit mit dem jeweiligen Gegenstandsfeld des Betrachtens.
      Diese Art von Empfindung benötigt das Verbrennen jedweder Vorstellungen für das jeweilige Betrachtungsfeld, eben Unmittelbarkeit ohne wenn und aber. Anders kann dieser ätherisch- astrale vom jeweiligen Menschen durch Zurückdrängung des Leibes zu erbildende geistige Bewegungsmodus vom Ich nicht ergriffen und für eine „moderne“ Geistesforschung weiter trainiert und genutzt werden.
      Empfindung als Ausdruck von Blickschärfe im Denken und als Licht- und Klang- Blenden Justierung (als Auffangmembran) des Denkwillens. Empfindung als geistiges Mikroskop für geistige Phänomene.
      … soweit eine spontane Notiz für einen zarten ersten Versuch in geistige Forschung eigenständig einzutreten. …
      Wenn Du willst tanze innerlich mit den hier skizzenhaft umrissenen andeutenden Beschreibungen. Lass Dich nicht irritieren. Tanze im Denken, denn nur wer im Denken tanzen will kann sein Denken individuell auf eigenständiges geistiges Forschen hin befreien.

      „… schon allein das Wort „Weizen“ macht etwas anderes in mir als die Betrachtung eines Getreidefeldes ,,, und ich „sehe“ das alles vor meinem inneren Auge, sehr viel klarer und farbiger als jemals in der Natur.“ Du weisst, das Du damit einem geistigen Erfahren und beginnenden geistigen Forschen sehr, sehr nahe bist. Dein freimütiges Sprechen, wie das gleicherweise Sprechen von Michael hat mich ermutigt diese Gedankennotiz freizugeben.

      Bernhard Albrecht

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    3. @ Michael

      Poetik als Ausdruck der tieferen Dimensionen von Stimme. Oder mehr alltäglich gesagt: Einen Halbsatz, aufgefangen in der Fussgängerzone mit sich nehmen und mit ihm, wie ich schon zu Ingrid sagte, tanzen. Was hat dieser Mensch gesagt, was hat er über mein Vermeinen hinaus gesagt. Hat er das wirklich gesagt oder hat er viel mehr gesagt. Schwingt zwischen seinen Worten noch von mir „Unerhörtes,“ lauschend, tanzend nicht Erfasstes.
      Warum habe ich eben jetzt gerade diesen Halbsatz aufgefangen? Hat das für mich Bedeutung. Liegt darin eine verschlüsselte Botschaft an mich und, und, und …
      Die geistige Welt spricht von vielen Ecken und Enden zu uns. Wir sind von ihr überall und unmittelbar umgeben. Wir leben in ihr (als blind Geborene) und finden über die Zurückdrängung des Leibes wiederum auf moderne Weise zu einer erneuerten Kommunikation mit ihr.
      Die Stimme als Vorhof zur geistigen Welt.
      Die Mehrzahl meiner poetischen Versuche, eingestellt etwa zur Hälfte auf meinem Blog: www.wege-der-befreiung.blogspot.de sind aus dem Auffangen solcher Stimm-Anflüge, aus zumeist wenigen Worten heraus, in Wortskizzen innerhalb weniger Minuten niedergeschrieben. Sie sind für mich Versuche mir den Vorhof zur geistigen Welt und da und dort etwas darüber hinaus erlebbar vor Augen zu stellen.
      Ich grüsse Dich,

      Bernhard Albrecht

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    4. Eine Ergänzung zu meinem Blog Beitrag oben vom 20.06.2017

      Zu diesem Blog Beitrag schrieb ich seinerzeit in einem Kommentar unter anderem "Dieses," das ich den Leser vorweg bitte als Möglichkeit eines Einstiegs in ein „eigenes,“ gleicherweise Gedanken -, Herzens- und Willensexperiment zu betrachten. Ein anderer Umgang damit führt aus meiner Sicht in die Irre:
      „Gefüllte, kraftvoll tastende Leere im Ich. Unmittelbare Willensgegenwart eingebettet in umfassend interessierte Offenheit.“ ( … „schau und sieh“ … )
      Mit etwas gutem Willen, d.h mit der Tätigen inneren Bereitschaft in diesem Zusammenhang Abstand zu nehmen von eigenem Vermeinen kann der Leser diesen Satz als eine mögliche Zusammenfassung der von Sebastian Gronbach eingestellten „wahren Geschichte“ im eigenen Erleben sich vergegenwärtigen.
      Wie das? In dem er, sich des Tuns Rudolf Steiners in dieser wahren Geschichte erinnernd, die Äusserungen dieses oder jenes anderen Menschen seiner gegenwärtigen Lebenswirklichkeit, gleichsam wie die leeren weissen Seiten eines Buches „rätselhafter Lebensäusserungen“ sinnend durchblättert, immer und immer wieder … andächtig … bis diese Seiten, diese Lebensblätter aus sich zu sprechen beginnen … fern eigenen schleichenden Verlangens ihnen dieses oder jenes interpretierend überzustülpen oder beizustellen.
      Das fördert ein tieferes Verstehen und öffnet zu seiner Zeit Tore mit einem möglichen Blick darüber hinaus. ...

      Bernhard Albrecht

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